Beim auf 2022 verschobenen Nova Rock-Festival werden unter anderem die Foo Fighters, Muse und Five Finger Death Punch auf der Bühne stehen. Während das Festivalgelände in Nickelsdorf heuer coronabedingt leer bleibt, konnte ein großer Teil des Line-Ups, das eigentlich schon für 2020 und später auch für 2021 geplant war, wieder gewonnen werden, betonte Barracuda Music-Chef Ewald Tatar bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Tatar gab sich zuversichtlich, dass das Festival im kommenden Jahr von 9. bis 12. Juni tatsächlich stattfinden wird. "Ich bin sehr guter Hoffnung momentan. Ich hoffe für uns alle, dass wir 2022 unser Leben, das wir vor der Pandemie hatten, zurückbekommen werden", sagte Tatar. Besonders erfreulich sei für ihn, dass die Foo Fighters das erste Mal am Nova Rock sein werden. Sie waren bereits für 2020 angekündigt, 2021 wären sie nicht dabei gewesen, 2022 nun doch wieder.

Ebenfalls auf der Bühne stehen werden unter anderem Seiler und Speer, Deichkind, The Offspring, Bring Me The Horizon, Billy Talent und Trettmann. Die Zeit bis 2022 werde man nutzen, um "das Festivalgelände in Schwung zu bringen", meinte Tatar. So sollen etwa neue Rasenflächen angelegt werden.

 

Hartes Jahr für Eventveranstalter

Neben dem Nova Rock müssen auch andere Konzerte von Barracuda im Burgenland auf das kommende Jahr verschoben werden, wo sie in nahezu unveränderter Form über die Bühne gehen sollen. Das Lovely Days Festival mit Deep Purple ist nun für 9. Juli 2022 geplant, Sting spielt am 15. Juli 2022 im Eisenstädter Schlosspark und Van Morrison kommt am 19. Juli 2022 in den Steinbruch St. Margarethen.

Generell sei die Situation für Festival- und Konzertveranstalter schwierig. "Wir haben ganz ein hartes Jahr hinter uns und wahrscheinlich noch einige harte Monate vor uns", betonte Tatar. Die Entscheidung, dass das Nova Rock heuer nicht stattfinden könne, sei schnell klar gewesen. Es werde im Sommer wohl nur Konzerte mit Sitzplätzen und 50 Prozent Auslastung geben - " sowas ist für ein Festival nicht umsetzbar", meinte der Barracuda-Chef. Konzert-Feeling und Spaß seien auf diese Weise "absolut unmöglich. Abgesehen davon, dass es sich im Kartenverkauf nicht rechnen würde."

50 Prozent Auslastung ist zu wenig für große, teure Namen

Die Coronakrise habe auch aus wirtschaftlicher Sicht Spuren hinterlassen. "Mit einer 50-prozentigen Auslastung können wir ein Konzert von Van Morrison einfach nicht finanzieren", sagte Tatar. Bei Barracuda konzentriere man sich deshalb nun voll auf das kommende Jahr: "Unsere Zeit beginnt 2022 wieder zu laufen."

Noch "ein bisschen Hoffnung" habe er für das Frequency-Festival in St. Pölten. Da habe man noch etwas Zeit, um die Entwicklungen in der Coronakrise abzuwarten. In einigen Wochen werde man dann entscheiden, ob im August ein Festival über die Bühne gehen könne, sagte Tatar. (apa)