Seit mittlerweile 32 Jahren schrammeln sich Teenage Fanclub mit herzerwärmenden Melodien und eingängigen Gesangsharmonien in die Herzen ihrer Hörer. Der einnehmende Jingle-Jangle-Gitarrenpop der schottischen Band ist die Form von Musik, die man sich zu jeder Zeit und in jeder Situation anhören kann und die einen aufmuntert, entspannt und friedlich stimmt.

Das mag aufs Erste relativ simpel klingen, beschreibt die Magie von Popmusik aber ganz gut. Ohne jedes Zeichen von Kraftaufwand, unaufgeregt und nonchalant, aber stets mit großer Könnerschaft spielt die Band alle paar Jahre - elf Studioalben seit dem Jahr 1990 beweisen auch einen entspannten Umgang mit dem Begriff Produktionsdruck ...- ein gelungenes Album ein, das jedes Mal die Erwartungen erfüllt. Damit geriet sie zwar nie in Gefahr, das nächste "ganz große Ding" zu werden oder für ein paar Jahre total hip zu sein, schaffte aber über die Jahrzehnte ein homogenes und qualitätsvolles Gesamtwerk - zeitlos und ohne musikalisches Verfallsdatum.

Die Indiepop-Urgesteine Norman Blake, Raymond McGinley und Francis MacDonald (mit Unterbrechungen) - Gründungsmitglied Gerard Love ist seit dem Jahr 2018 nicht mehr dabei - begeistern mit zwar gerne melancholisch grundierter, aber stets lebensbejahender Leichtigkeit. Gleichzeitig gelingt es den sympathischen Schotten, jede Menge Schönheit und Wohlklang in ihre Popsongs zu verpacken.

Auch "Endless Arcade" überzeugt nun wieder mit zwölf Songs mit Byrds- und Beatles-Affinität: voller Sonnenschein und infektiöser Melodien. Das ist Musik, von deren Pop-Appeal man genauso hingerissen ist wie von der Leichtigkeit, mit der die Band beweist, dass Unschuld und Intellekt sowie Alter und Lebensfreude kein Widerspruch sein müssen. Wie man Songs schreibt, die als musikalische Seelentröster taugen und glücklich machen, wissen Teenage Fanclub also ganz genau. Aus ihrem rundum gelungenen elften Album ragen die Songs "I’m More Inclined", "Warm Embrace", "Back In The Day" und der Auftaktsong "Home" besonders hervor.