Flexibilität ist von den Festivals in Zeiten von Corona gefragt, und so findet das heurige Popfest Wien ab 22. Juli primär nicht am Karlsplatz, sondern in der Arena statt, wo die Hygienevorgaben leichter umsetzbar sind. Was bei der 12. Ausgabe gleich bleibt, ist indes das opulente Line-up des von Esra Özmen (EsRap) und Herwig Zamernik (Fuzzman) kuratierten Festivals mit rund 40 Live-Acts, darunter Mavi Phoenix, Elektro Guzzi und Alicia Edelweiss.

Wie immer bei freiem Eintritt sind Größen der Rap-Szene wie etwa Yugo, Eli Preiss oder Kid Pex zu erleben, aber auch Pop-Proponenten wie Buntspecht oder Pauls Jets. Zur etablierten Fraktion zählen etwa Attwenger oder die Özlem Bulut Band. Und für den stärkeren Tobak sind Bands wie Fuckhead sowie Gebenedeit zuständig. "Es geht uns um Haltung, um Buntheit, um Liebe und das Recht zu sein, wie auch immer jede und jeder sein mag", umschrieb das Kuratorenduo am Freitag in einer Aussendung den roten Faden des Festivals. Den konstatierte auch Wiens sozialdemokratische Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler: "Der Treibstoff aktueller Sub- und Popkultur sind Feminismus und Diversität, das stellt das Popfest auch in seiner 12. Ausgabe eindrucksvoll unter Beweis."

Migrantischer Fokus am Karlsplatz

Ganz verabschiedet vom Stammplatz Karlsplatz hat man sich nicht. So wird der Abschlusstag, der 25. Juli, in der Innenstadt stattfinden, wo das Popfest den Karlsgarten bei der Kunsthalle Wien sowie zum Finale die Karlskirche bespielt. Der Fokus soll hierbei auf heimischer Musik mit migrantischen Wurzeln liegen, wozu auch eine Diskussionsrunde mit der Labelbetreiberin Tmnit Ghide, Journalist Tori Reichel und der Musikerin Golnar Shahyar unter dem Titel "We Are From Austria - Diversität im österreichischen Pop" angesetzt ist. (apa)