Der US-Rapper Biz Markie, der 1989 mit "Just A Friend" seinen größten Hit hatte, ist tot. Der Musiker sei am Freitagabend im Alter von 57 Jahren im Beisein seiner Frau Tara in Baltimore gestorben, bestätigte seine Managerin Jenni Izumi dem Sender CNN und anderen US-Medien. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht veröffentlicht. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Marcel Theo Hall hieß, hatte in den vergangenen Jahren unter Diabetes Typ 2 gelitten.

Markie trug den Beinamen "The Diabolical" ("Der Teuflische") und wurde wegen seiner lustigen Texte auch "Clown Prince of Hip Hop" genannt. Er wurde 1964 im New Yorker Stadtviertel Harlem geboren und wuchs in Long Island vor den Toren der Stadt auf. Ursprünglich wurde er als Beatbox-Künstler bekannt und war Teil der genreprägenden Juice Crew. Sein größter Hit war "Just A Friend" von 1989. Wie bei diesem Song waren seine Texte oft amüsant, so etwa auch in "Pickin' Boogers", "Let Go My Eggo" und "Chinese Food". 1998 hatte er auch einen Gastauftritt im Song "Will Smith, Meer Gayne" der deutschen Gruppe Fünf Sterne Deluxe.

"Wir trauern heute Abend um einen echten Sohn Harlems", schrieb New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bei Twitter zum Tod von Biz Markie. Dieser habe den "New Yorker Sinn für Humor" in die ganze Welt verbreitet.

Der jüngste Fall einer Reihe

Biz Markies Tod ist der jüngste Fall in einer längeren Reihe von Rap-Künstlern, die in den vergangenen Monaten starben. Der bekannteste Fall: Earl Simmons, bekannt als DMX und mit Tracks wie "Ruff Ryder's Anthem" oder "X Gon' Give It To Ya" ein Superstar der Branche um die Jahrtausendwende. Sein Tod im Alter von 50 Jahren am 9. April nach einem Herzanfall und tagelanger künstlicher Beatmung löste große Bestürzung unter Fans und Kollegen aus.

Am 17. April starb dann der an der Seite von P. Diddy bekannt gewordene Rapper Black Rob ("Whoa") im Alter von 51 Jahren. Der 1971 geborene Gift of Gab, Mitbegründer des Duos Blackalicious, starb wegen Nierenproblemen am 18. Juni.

In den vergangenen Jahren sorgten aber auch immer wieder gewaltsame Todesfälle von Stars des Genres für Schlagzeilen: Nur 26 Jahre alt wurde King Von (Hitalbum: "Welcome to O'Block"), der im November 2020 nach einer Schießerei in Atlanta starb. Im März 2019 wurde Nipsey Hussle im Alter von 33 Jahren vor seinem Bekleidungsgeschäft in Los Angeles erschossen. Diese Shooting-Dramen weckten Erinnerungen an die 1990er-Jahre, als die Morde an Tupac Shakur (25) und Notorious B.I.G. (24) die Musikwelt in Atem hielten. (apa)