Bei sogenannten Indie-Supergroups, die sich meist erst im fortgeschrittenen Alter zusammenfinden, ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Nur sehr selten werden die großen Erwartungen zur vollen Zufriedenheit der Hörerschaft erfüllt. Das trifft zweifellos auch auf Piroshka, dem Projekt von Miki Berenyi, früher Sängerin der britischen Shoegaze-Band Lush, zu. Neben ihr komplettieren KJ McKillop (Moose), Mick Conroy (Modern English) und Justin Welch (Elastica) das Quartett.

Während das Debütalbum "Brickbat" 2018 von lauten Gitarren und kraftvollem Hinlangen ohne viel Federlesens geprägt war, setzt die Band auf "Love Drips And Gathers" nun auf breite Keyboardflächen, wabernde Gitarrenteppiche und viel Hall. Das überrascht ebenso wie die weitere Instrumentierung mit Flügelhorn, Trompete und Streichern. Wir hören intime, introspektive Musik, die uns umarmen und trösten will. Das ist im Ansatz interessant - aber nicht immer gelungen umgesetzt.