Genau zehn Jahre lang bestand ABBA. 1982 löste sich das 1972 gegründete Quartett - Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus sowie Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad - dann auf, und die vier Schweden, die den Pop mitgeprägt haben, gingen musikalisch je eigene Wege. Jetzt sind sie als ABBA zurück - und bescheren ihren Fans das erste gemeinsame Album nach vier Jahrzehnten. 

"Voyage" heißt die neue Platte, die am Donnerstagabend im Zuge der ABBA-Reunion bei einer weltweit übertragenen Pressekonferenz angekündigt wurde. Erscheinen soll sie am 5. November. Es wird auch wieder ABBA-Konzerte geben, und zwar in London. Für diese wird laut Benny Andersson und Björn Ulbeaus eine eigene Arena gebaut. Auftreten werden dabei allerdings nicht die Künstler selbst, sondern Avatare in einer digitalen Show, begleitet von einer zehnköpfigen Band. Ein 850 Personen großes Team von Industrial Light & Magic hat dafür die allerneueste Motion-Capture- und Performance-Techniken angewendet.

"Warum nicht gleich ein Album?"

Über die Reunion im Studio erzählte Andersson: "Zuerst waren es nur zwei Songs. Dann: Sollten wir mehr machen? Die Frauen sagten: Ja. Und warum nicht gleich ein Album?" Es sei so eine Freude gewesen, wieder zu viert, auch mit Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad, im Studio zu stehen.

Das Comeback wurde in mehreren Städten wie Berlin, Sao Paulo und New York im Rahmen von ABBA-Events gefeiert. In Wien wurde dieses "Weltereignis direkt aus Stockholm", wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) betonte, im Rahmen des Film Festivals auf dem Rathausplatz gezeigt. "Heute erleben wir vielleicht eine Weltsensation", hatte Ludwig den Gästen versprochen. Und das war es dann auch.

Mehr als 385 Million Tonträger haben ABBA in den vergangenen 50 Jahren verkauft. Es ist damit zu rechnen, dass bald ein mehrere weitere Millionen dazu kommen werden.