Die Pilgerfahrten, die ein gewisses Virus einforderte, sind keineswegs abgeschlossen. Nachdem die physischen Auswirkungen vermessen wurden, haben die mentalen, sozialen und psychischen Reisen erst begonnen. Von dieser Fragilität und den Verletzlichkeiten während der Pandemie könnte auch das neue Album der japanischen Band Mono erzählen, das im Sommer 2020 aufgenommen wurde.

Nahtlos schließt der erste Song "Riptide" im Metal-Stil an den Vorgänger "Nowhere Now Here" von 2019 an, doch dann überrascht das nachfolgende "Imperfect Things", das sich nach der Hälfte zum vielleicht tanzbarsten Mono-Stück entwickelt. Doch insgesamt weichen die extrovertierten Klänge auf "Pilgrimage Of The Soul" eher meditativen Sounds, auch wenn der Blick in die Zukunft nichts Verheißungsvolles verspricht ("The Auguries").

Vermehrt dürfen dabei auch wieder Streicher dominieren. Gitarrist Takaakira "Taka" Goto, von dem alle Kompositionen stammen, sucht einmal mehr, Schönheit mit verschiedenen Stilmitteln zu erkunden, wobei auch vor Pathos nicht zurückgeschreckt wird. Die Seele greift dabei nach einem Stück Unendlichkeit ("Hold Infinity In The Palm Of Your Hand").