Abzüglich der Stimme von Sänger Martin Zenker, bei der man eher nicht an Paul Banks denken wird, fühlt man sich gleich beim Eröffnungssong "Machine" an die US-Band Interpol erinnert, die gerade dabei ist, den Geist von Ian Curtis und Joy Division zu beschwören. Allerspätestens bei My Bloody Valentine als Referenzpunkt von Song Nummer zwei ("Weight") dürfte dann bereits klar sein, dass die Wiener Band Sluff das Rad auf ihrem zweiten Album, "World Wide Worries", nicht neu erfindet, dem Reich des Zweifelns an der Welt zu in Hall getauchten Gitarren aber ein paar hübsche Momente abzutrotzen vermag.

Mit dunklen, auf gehobenen Tagediebstahl verweisenden Sonnenbrillen, aber auch einer Öffnung hin zum wie auch immer gearteten "Indie-Rock" abseits des zappendusteren Leids, wird dabei das Politische im Privaten erkundet und der Zusammenhalt als Heilmittel gegen die Kälte entdeckt. Geschenkt, dass man bei Songs wie "Resistance To Fraud" und vor allem "Deceiver" aktuell aber auch nicht nicht an das Politische im Politischen denken kann.