Mehr als 30 Jahre hielten Art Blakey und seine Jazz Messengers die Musikwelt in Atem - entsprechend gut sind die Tourneen des trommelnden Talentscouts und seiner wechselnden Formationen auf Platten dokumentiert. Das nun veröffentliche Material vom Tokio-Debüt 1961 besitzt dennoch gewisse Vorzüge: Die Aufnahme (damals wegen Rechtsproblemen nicht herausgebracht) präsentiert die Hardbop-Truppe mit einem Jungspund namens Wayne Shorter am Tenorsaxofon.

Während der später zur Ikone eines modalen, atmosphärischen Jazz avancieren sollte, geht er hier als Chef-Ekstatiker in die Vollen und spielt mit brennheißen Bop-Linien (etwa in Charlie Parkers "Now’s The Time" oder "Dat Dere" von Band-Pianist Bobby Timmons) sogar den furiosen Trompeter Lee Morgan an die Wand. Auch klangtechnisch ein beachtliches Album, wiewohl es hier und da an der Überlänge einiger Solos laboriert.