Neues Festival, neue Location: Im vorfrühlingshaften Aufblühen der heimischen Popkonzert- und Live-Eventszene (siehe Überblick) taucht erstmals auch das "Tandem Songwriter Festival" in Wien auf, das diesen Donnerstag im Reaktor in Hernals startet (welchen Veranstaltungsort in der Geblergasse 36-40 manche noch unter seinem früheren Namen Gschwandner kennen).

Wie der Namen schon andeutet, treten in der vom Sänger Julian Le Play kuratierten und von Jeunesse veranstalteten Konzertreihe jeweils zwei Acts aus heimischem Anbau auf. Gestartet wird am Donnerstag, 3. März, mit dem Duo Mella Casata und dem aus Gmunden stammenden österreichisch-US-amerikanischen Musiker James Hersey, einem veritablen Streams-Millionär (vor allem seit seinem Album "Innerverse" aus 2019).

Der ursprünglich für Freitag, 4. März geplante zweite Abend mit dem  ultra-gehypten Wiener Geschwisterunternehmen Wallners (die mit ihren bisherigen wenigen veröffentlichten Songs, wie "Dracula" oder "All Again", im Netz durch die – eh nicht vorhandene - Decke gehen) und der auf Intensität gepolten, pop- wie jazz-kompatible Liedermacherin Lylit musste wegen einer Erkrankung auf 7. April verschoben werden. 

Im Juni gibt es dann den zweiten Tandem-Block: Am 17. mit den beiden Singer-Songwriterinnen Florence Arman, einer in Österreich lebenden Britin, und OSKA, die gerade – nach langer Vorlaufzeit und viel Voraus-PR – ihr erstes Album, "My world, My love, Paris", herausgebracht hat. Toby White und der das klassische Zusammenspiel von Gitarre und Gesang im Geiste Leonard Cohens anlegende Clemens Bäre alias Doppelfinger bilden am 18. Juni die finale Doppelpaarung.

Mögen die Tandems in der vorgehabten Spur bleiben und nicht – wie schon, als der Start im Dezember aus pandemischen Gründen abgesagt werden musste, und nun die kurzfristige Verschiebung – wieder aus der Kurve getragen werden.