Das schottische Quartett Modern Studies erfreut seit 2015 mit einer fein abgestimmten musikalischen Synthese von artifiziellem Kammerpop, feingliedrigem Folkrock, einer Prise Psychedelia und dezenten Jazz-Einflüssen. Auf ihrem vierten Album "We Are There" verfeinert die Band aus Glasgow ihren exquisiten Genre-Mix noch einmal und stattet ihn mit mehr Pop-Appeal aus. Der ausgeklügelte Art-Folk-Entwurf nimmt so manch unerwartete melodische Wendung und überzeugt mit ausgefeilten Arrangements und virtuosem Harmoniegesang. Das stimmungsvolle Nebeneinander von Euphorie und Melancholie verleiht dieser Musik seine besondere Würze.

Das stilistische Spektrum reicht von Folksongs mit hymnischer Anmutung ("Wild Ocean") über klavierlastigen Kammerpop ("Open Face") und Tanzboden-affine Songs wie "Light A Fire" bis hin zu den dezenten Jazz-Texturen von "Do You Wanna". Ja, dieses beeindruckende Album sollte der famosen Band und ihrem magischen Klangkosmos ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit sichern.