Das elfte Album der Black Keys überzeugt als weitere stilvolle und geschmackssichere Verbeugung vor den bluesigen Wurzeln des Rock ’n’ Roll. Klassische Songwriter-Kunst trifft auf empathische Traditionspflege, die das Beste und Stimmigste der bevorzugten Genres verdichtet. Das Duo Dan Auerbach und Patrick Carney agiert dabei weniger solipsistisch und extrovertiert als Jack White mit seinen diversen Projekten. Die Black Keys statten ihren Rock-Entwurf mit viel Catchy- und Sexiness aus und zelebrieren ihn mit viel Groove und Drive, einer großen Prise Schmäh und reichlich Spielfreude.

Den Spaß, den die Band beim Musikmachen hat, überträgt sie mit verführerischen Riffs, rumpelnden Beats und eingängigen Melodien auf die Hörerschaft. Die besondere Magie dieser "alten" Musik funkelt auch nach gut zwanzig Bandjahren und klingt auf "Dropout Boogie" (u.a. mit einem Gastauftritt von Billy Gibbons von ZZ Top!) so frisch wie schon lange nicht.