Wer die Foals je live erlebt hat, weiß um die spezielle Energie und geballte Power dieser - nunmehr zum Trio geschrumpften - Band aus Oxford. Und kann sich somit vorstellen, dass diese in Lockdown-Zeiten zwangsläufig gedrosselte Kraft irgendwohin musste. Und sie blieb auch nicht ungenutzt, sondern ist schnurstracks in dieses siebente Album geflossen, das noch zappeliger, funkiger und druckvoller ausgefallen ist als alle seine Vorgänger.

"Life Is Yours", frohgemut betitelt, sprüht vor Lebendig-, Beweglich- und Tanzbarkeit. "Wake Me Up" heißt der zweite Track - und wer bis dahin (nach dem schon sehr wachen Titelsong zu Beginn) nicht munter durchgeschüttelt ist, dem bleiben noch neun weitere Stromstöße per Songdefibrillator, um in Schwung zu kommen. Sänger/Gitarrist Yannis Philippakis, ein emsiger Duracell-Hase, gibt - von treibenden Synths & Drums begleitet - durchgängig Tempo und (Tanz-)Schritt vor. Dass das dampfbetriebene Unternehmen über die volle Dauer etwas eintönig wirkt - und es an Varianz und (Song-)Tiefe fehlt, sei allerdings auch nicht verschwiegen.