Was die schottische Rockband Nazareth in den 970er Jahren von Bands wie Uriah Heep und Deep Purple abhob, war die Stimme ihres Sängers Dan McCafferty, die im Kontrast zur Musik die Songtexte fast heiser intonisierte. 

Der  Bassist der Band, Pete Agnew, gab via soziale Netzwerke bekannt, dass Dan McCafferty am Dienstag (8. November) gestorben ist. McCafferty wurde 76 Jahre alt, über die Todesursache wurden keine weiteren Angaben gemacht. Allerdings hatte sich  McCafferty bereits 2013 aus gesundheitlichen Gründen von der Band verabschiedet, er litt an einer chronischen Lungenkrankheit.

"Dream on"

Dan McCafferty kam am 14. Oktober 1946 im schottischen Dunfermline zur Welt, dort gründete er 1966 die erste Band, The Shadettes, die vor allem Coverversionen spielte. Nach zwei Jahren kam  Gitarrist Manny Charlton hinzu, man nahm mehr Eigenkompositionen ins Set und änderte den Bandnamen in Nazareth.

1971 erschien das erste Album von Nazareth, aber der kommerzielle Durchbruch kam mit "Razamanaz". Ihre größten Hits feierte die Band mit Rock-Balladen. Die Coverversion von "Love Hurts" wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Auch der letzte große Singlehit der Gruppe, "Dream On" von 1982, war wieder eine Ballade, diesmal aber eine selbstgeschriebene.