Das Jazztrio Owls rund um Pianist Simon Oberleitner (Mitte). 
- © Barry Horváth

Das Jazztrio Owls rund um Pianist Simon Oberleitner (Mitte).

- © Barry Horváth

Müsste man die Ausrichtung des heimischen Trios Owls in einem Begriff zusammenfassen, man könnnte vielleicht von "europäischem Kammerjazz" sprechen. Das zweite Album von Pianist Simon Oberleitner, Kontrabassist David Ambrosch und Schlagzeuger Konstantin Kräutler-Horváth setzt auf federnde, doch sanfte Grooves und eine reiche Harmonik, es malt mit feinen Pinselstrichen atmosphärische Klangbilder und mengt ihnen hie und da eine Prise Elektronik und ziselierte Klaviersolos mit zartem Anschlag bei. Zudem werden mitunter die Grenzen der Instrumentalmusik überschritten: Beizeiten drängen rezitierte Dichterworte in die jazzigen Klanglandschaften, gesprochen vom Schauspieler Klaus Haberl. Eine besonders schöne Überraschung: Dass sich das mutmaßlich instrumentale Eröffnungsstück durch das Zutun der Sängerin Veronika Morscher in einen leichtfüßigen Song verwandelt.