Songs über das meist schmerzvolle Ende einer Liebesbeziehung neigen gerne zu viel Pathos und noch mehr Dramatik - und klingen daher mitunter dick aufgetragen. Maarten Devoldere, Sänger und Mastermind der belgischen Band Balthazar, findet auf seinem dritten Soloalbum, "Ha Ha Heartbreak", einen wesentlich optimistischeren Zugang. Der smarte Crooner mit der tiefen Stimme verarbeitet auf seinem aktuellen Album eine Trennung - Devoldere zog sich drei Wochen lang in ein Hotelzimmer in Palermo zurück und schrieb dort die Songs - mit viel Contenance und musikalischer Grandezza.

Der Songwriter verzichtet zwar nicht auf die große Geste, klingt dabei aber nie prätentiös - und setzt auf ein erweitertes Sounddesign. Zwischen Soul und Funk oszillierende Bläser- und Gitarrenklänge sowie da und dort der stimmige Einbau von Streichern und Klavier sorgen für ein wohlig-warmes, oft sogar richtig beschwingtes musikalisches Setting für die zehn neuen Songs. "Ha Ha Heartbreak" überzeugt letztlich als stringente Sammlung von Klageliedern, bei denen der Funke Hoffnung schon wieder ordentlich lodert.