Vorbei die Zeiten, als sich die vier Herren noch Joshua Redman Quartet nennen konnten: Der Saxofonist Redman, der Pianist Brad Mehldau, der Bassist Christian McBride und der Schlagzeuger Brian Blade sind längst dermaßen berühmt, dass auf einer Kollaboration der vier Männer mittlerweile alle Namen in voller Länge prangen müssen. So nun auch auf der neuen, mittlerweile dritten Scheibe des Gespanns. Zugegeben: Das Album rangiert zwar nicht auf dem gleichen Energiepegel wie "MoodSwing", das Sensationsdebüt des damals noch recht unbekannten Quartetts aus dem Jahr 1994, ist aber auf einem hohen Niveau angesiedelt. Der Opener "LongGone" erfreut mit einer gelassenen Swing-Eleganz (und kokettiert ein wenig mit der Melodie des "One Note Samba"), die nachfolgenden "Disco Ears" drängen mit einem drahtigen Rhythmus voran und geben Redman nicht die einzige Gelegenheit auf diesem Album, sein Talent für sprudelnde Saxofon-Solos unter Beweis zu stellen.