Das erste, was ich tat, war gut genug Deutsch zu lernen, um mich mit Leuten unterhalten zu können - und zu verstehen, was politisch und in anderen Belangen vorgeht. Andererseits werde ich natürlich das Gefühl nie los, selbst von außen zu kommen."

Selbst-Desillusionierung


Dieses allgegenwärtige Gefühl, überall fremd zu sein, findet überraschend wenig unmittelbaren Niederschlag in MacNeils Texten. Sehr präsent dagegen ist ein der Entwurzelung entspringendes latentes Misstrauen gegenüber scheinbarem Glück. Auf "Idealistic Animals" kommt solcher Hang zur vorsätzlichen Selbst-Desillusionierung einige Male zum Ausdruck; am deutlichsten im scheinbar gelassen dahintreibenden "Mole": Der blinde Maulwurf ist in seinem Tunnel endlich der Liebe begegnet - und fängt sogleich an ihr zu zweifeln an.

Das Suchen nach Besserem ist, was diese "Idealistic Animals" antreibt - Enttäuschung und Bitterkeit, was sie finden. Ein härterer Kontrast als derartige inhaltliche Düsternis lässt sich für so farbenfrohe Musik kaum finden. "Wenn ich einen Song schreibe und ein Gefühl ausdrücke, ist es damit verarbeitet. Und das macht es mir möglich, diese eigenartige Balance zu halten zwischen dunklen Inhalten und lebensfroher Musik. Das entspricht auch meinem Naturell. Ich habe eine dunkle Seite in mir, kann zugleich aber auch dumm, kindisch und sehr lustig sein. . ."

Dear Reader: Idealistic Animals. (City Slang)