Es gibt Bands, die begleiten einen durchs Leben. Sie setzen Wegmarkierungen, anhand derer man sich noch Jahre später an bestimmte Tage genau erinnern kann. Solch eine Band ist auch And Also The Trees aus dem englischen Worcestershire, die seit 1979 aktiv ist und bis heute nur schwer in stilistische Schubladen passt.

Auch das neue, insgesamt zwölfte Studioalbum, "Hunter not the Hunted", zeugt davon. So gibt Simon Huw Jones diesmal seine Geschichten mehr singend denn rezitierend wieder. Und zu den vielen Hackbrettmelodien und Hintergrundchören gesellen sich auch Samples und Elemente aus der Volksmusik. Explosive Songs sucht man wiederum vergeblich, wenngleich auch auf diesem Album das für Gitarrist Justin Jones charakteristische Wechselspiel von lauten zu leisen Passagen bestehen bleibt.


Link-Tipps
And Also The Trees: Hunter not the Hunted. (AATT, Normal)
Website And Also The Trees
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Die poetischen Texte lassen den Hörer förmlich die Fische riechen, die sich im Trockenen windenden Aale hören oder Löffelreiher ihre Schnäbel in das schwarze Nass der Nacht eintauchen sehen. Ein schönes Album, dessen vertonte Geschichten den Hörer in eine eigene Welt (ver)zaubern.

Siehe auch: Porträt: Rustikaler Underground von And Also The Trees