So reizvoll eine Solophase für langjährige Bandleader sein mag: Die Einsiedlerei kann langfristig zu kreativer Selbstaustrocknung führen - gerade beim an sich dialogfreudigen Jazzer. Pat Metheny, zuletzt allein in eher seichten Soundbädern heimisch, tut gut daran, sich wieder unter Menschen zu begeben. Die Unity Band des Gitarristen liefert Mainstream ziselierter Machart, geht aber keinem ätherischen Manierismus in die Falle, weil sie gern auch mal energisch zupackt. Das ist nicht zuletzt das Verdienst des Saxofon-Heißsporns Chris Potter - auch wenn er in diesem Quartett etwas leiser tritt als gewohnt. Live am 29. Juni im Wiener Konzerthaus.

Pat Metheny: Unity Band. (Nonesuch/Warner)