Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 gilt I Am Kloot, die Band aus Manchester, als ewiger Geheimtipp. Obwohl ihr letztes Album, "Sky At Night", 2010 zurecht mit einer "Mercury Music Prize"-Nominierung bedacht wurde, hat sich das bis heute nicht geändert.

Auf dem soeben erschienenen, von den Elbow-Mitgliedern Guy Garvey und Craig Potter produzierten sechsten Album, "Let It All In", brilliert das Trio - John Bramwell, Andrew Hargreaves und Peter Jobson - einmal mehr mit zehn Songs, die vom Charme klassischer britischer Popmusik durchzogen sind, meist melancholisch, selten euphorisch und doch wie eine Art musikalischer Hoffnungsgeber wirkend.

Etwas weniger episch-ausladend und ein wenig beschwingter als das Vorgängeralbum wirkt "Let It All In" mit seinen intensiven Bildern, seinen eingängigen Melodien und seiner emotionalen Aufrichtigkeit auf wunderbare Weise zeitlos. Die überwiegend ruhigen, reduzierten Songs zeigen die großen Stärken des Trios: großes Songwriting ohne Bombast und große Gefühle ohne Pathos.

Am 19. März spielt die Band im WUK in Wien, am 20. 3. im Conrad Sohm in Dornbirn.

I Am Kloot: Let It All In. (PIAS Rec. / Rough Trade)