Der musikalische Brunnen Seattles scheint unerschöpflich zu sein. Immer wieder zaubert diese Stadt neue Künstler hervor, und in den meisten Fällen erfreuen sie durch innovative Anverwandlung der Tradition. Das gilt auch für die Soft Hills. Das Quartett um den Sänger und Gitarristen Garrett Hobba versucht sich an einer höchst interessanten Mischung aus Folk und Post-Rock, aus Psychedelic und Ambient.

Vor allem das Zusammenspiel von Gitarre und Moog-Synthesizer sorgt für großartige Klangerlebnisse. Mal sanft, mal verhallt oder verzerrt entführen uns die zehn Songs in eigenartig entrückte Welten, in denen man Briefe an den Mond schreibt und Schizophrene aus dem Paradies vertrieben werden. 2007 gegründet, debütierte die Band 2011 mit "The Bird Is Coming Down to Earth" und legt nun einen noch einmal deutlich gereiften Zweitling vor.

The Soft Hills: Chromatisms. (Tapete Records/Indigo)