Im Lauf von zwei Jahrzehnten hat Mark Kozelek als Solokünstler und mit seinen Bands Red House Painters und Sun Kil Moon die Erwartungen von Album zu Album stets höher geschraubt. Seine Zusammenarbeit mit dem Multi-Instrumentalisten Jimmy LaValle zeitigt auf "Perils From The Sea" nun ebenfalls famose Ergebnisse. Verträumt-flirrende Keyboard- und Synthesizerklänge sowie pluckernde, elektronische Casio-Beats bilden die Soundtapete für den teils sanft-melancholischen, teils prägnant-intensiven Gesang des heute 46-jährigen US-amerikanischen Musikers.

Sphärische Soundlandschaften, weitschweifig-ausladende Spannungsbögen und mäandernde Songstrukturen eröffnen ihm dabei neue Perspektiven und lassen "Perils From The Sea" zu einem intensiven Hörerlebnis werden, das sich jeder Genre-Schublade entzieht. "Gustavo", "Caroline", "By The Time That I Awoke" und "Somehow The Wonder Of Life Prevails" sind makellose Songs von erlesenem Wohlklang. Dass Mark Kozelek hierzulande immer noch als Geheimtipp eingestuft wird, liegt wohl am ehesten daran, dass er sich textlich wie musikalisch jedweder Plattitüde verweigert.