Nur auf Vinyl (und als MP3-Download) erschienen, sind die lediglich fünf Songs des dänischen Quartetts mit dem hochromantischen deutschen Namen eine der Entdeckungen der Saison. So in die Vollen gelangt und so ungeniert bombastisch und melodramatisch aufgedreht wurde von einem Newcomer schon lange nicht mehr. Das ins Himmelsblaue strebende Falsett von Sänger Jonas Smith erinnert nicht nur bei der Erstbegegnung an die ähnlich gelagerten Stimmlagen von Antony Hegarty (Antony And The Johnsons) und Hayden Thorpe von den Wild Beasts, mit denen die Blaublumigen auch die Vorliebe für deren frühere Theatralik teilen.

Jetzt heißt es nur gespannt zuwarten, ob all das, was die Vier hier auf engem Raum riskant hoch stapeln, sich balancetechnisch auch auf ein ganzes Album verteilen lässt.

Blaue Blume: Beau & Lorette. (Club AC30/Broken Silence)