Deafheaven sind Meister im "Black-ish" Metal, einem Stilmix aus Black Metal, Shoegaze und Post-Rock. Ihr neues Album "New Bermuda" wird ein Klassiker des Genres werden.

Nach dem furiosen "Sunbather" (2013) hat die kalifornische Band die Messlatte für ihr drittes Album hoch gelegt. Sie weicht der Falle, zu ihrer eigenen Kopie zu werden, geschickt aus, indem sie den Sound lichter und epischer gestaltet. Keiner der Songs ist kürzer als acht Minuten. Trotz kleiner Orientierungshilfen - bei manchen Passagen fühlt man sich unweigerlich an die frühen Metallica erinnert - und trotz ausgefeilten Melodienreichtums bewegt sich die Band immer noch jenseits des Mainstreams. Dies liegt nicht zuletzt an der Screamo-Ästhetik von Frontmann George Clarke. Doch "New Bermuda" besticht wegen seiner harmonischen Weite: mit wenigen Abstrichen im Mittelteil eine faszinierende Oper in fünf Akten.