Wien. Im zweiten Anlauf hat es Zoe geschafft: Sie setzte sich am Freitagabend in der ORF-Show "Wer singt für Österreich?" gegen die Konkurrenz durch und gewann das österreichische Ticket für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm. Mit "Loin d'ici" überzeugte die 19-Jährige die Zuschauer im Speedvoting.

In diese Stichwahl nach der ersten Runde hatte es von den neun Konkurrenten noch die erst 17-jährige Elly V geschafft, die mit ihrer Nummer "I'll be Around" auf zeitgenössische Beats und eine ausgefeilte LED-Choreografie setzte, was von der Fachjury im ersten Wertungsdurchgang noch mit 37 Punkten und damit deutlich höher als die spätere Siegerin bewertet wurde, die 28 Punkte erhielt. Die vierköpfige Jury, zu der neben ESC-Gewinnerin Conchita Wurst Sängerin Madita, Produzentin Julie Frost und "Kleine Zeitung"-Journalist Christian Ude als Vertreter von acht heimischen ESC-Journalisten gehörten, war allerdings beim 90-minütigen Stechen nicht mehr stimmberechtigt.

"Heute ist Party"

Hier waren die Zuschauer gefragt, die sich für Zoe und ihre an französische Popsängerinnen wie Alizee oder Vanessa Paradis erinnernde, zuckerlbunte Gute-Laune-Nummer entschieden. "Heute ist Party. Und dann wird ordentlich an allem gefeilt", zeigte sich die Sängerin nach der Show gleich wieder arbeitsbereit.

Beim ESC 2016, der in der Stockholmer Globe Arena ausgetragen wird, heißt es nun also von österreichischer Seite "Loin d'ici", also "Fern von hier". Mit diesem Lied muss Zoe nun am 10. Mai die nächste Hürde überwinden und im 1. Semifinale unter die ersten Zehn kommen, um im großen Finale am 14. Mai starten zu dürfen.


Zoe, geboren am 1. Dezember 1996, hat bereits viel Fernseh- und Musikerfahrung hinter sich. Nicht zuletzt ist ihr die Künstlerkarriere praktisch in die Wiege gelegt worden - ist sie doch Tochter von Papermoon-Sänger Christof Straub. Nachdem sie bereits als Kind bei Moderationen der Confetti-TiVi-Sendung "Close up" Bildschirmerfahrung sammeln konnte und 2007 beim Kiddy Contest angetreten war, versuchte sie bei der heimischen ESC-Vorauswahl 2015 ihr Glück, musste sich aber den Makemakes geschlagen geben.