Als Beatle nicht immer glücklich: George Harrison, hier im Jahr 1964. - © Daily Mirror - Library/Mirrorpix/Corbis
Als Beatle nicht immer glücklich: George Harrison, hier im Jahr 1964. - © Daily Mirror - Library/Mirrorpix/Corbis

Im November jährt sich zum 15. Mal sein Todestag, am heutigen 25. Februar hätte er seinen unrunden 73. Geburtstag gefeiert. Einen Tag danach erscheint unter dem Titel "George Fest" eine aufwändige Hommage an George Harrison, die in Form einer Doppel-CD/DVD, eines Doppel-CD/Blu-Ray-Packs, als Dreifach-Vinyl und als digitaler Download von Hot Records und BMG vertrieben wird. Es ist eines von zahlreichen Tributen, die dem Sänger, Gitarristen und Mitglied der berühmtesten Pop-Gruppe der Geschichte posthum erwiesen worden sind: An Harrisons erstem Todestag Ende November 2002 spielten sein Sohn Dhani sowie Weggefährten wie Eric Clapton, Procol Harums Gary Brooker, Ringo Starr, Paul McCartney, Jeff Lynne und Tom Petty ein Gedenkkonzert, das via CD und DVD als "Concert For George" für die Nachwelt konserviert wurde.

Erinnerungswürdig ist auch der Auftritt von Petty, Lynne und Filius Dhani mit Steve Winwood und Prince anlässlich der Aufnahme des Solo-Künstlers Harrison in die Rock’n’Roll Hall Of Fame 2004.

Beach Boy und Killer


"George Fest" wurde Ende September 2014 im vergleichsweise intimen Rahmen des 1200 Besucher fassenden Fonda Theatre in L.A. aufgezeichnet und geizt erwartungsgemäß nicht mit großen Namen: Mit dabei sind neben Dhani Harrison, der das Ganze organisiert hat, Beach Boys-Kopf Brian Wilson, Norah Jones, der Black Rebel Motorcycle Club, Talkmaster Conan O’Brien, The Flaming Lips, Ben Harper, Spoon-Frontmann Britt Daniel, Heart-Sängerin Ann Wilson, "Weird Al" Yankovic, The Strokes-Gitarrist Nick Valensi, Perry Farrell (Jane’s Addiction), Brandon Flowers von The Killers und andere.

Die Trackliste - 27 Stücke - muss in solchen Fällen immer die einen oder anderen Wünsche offen lassen. Es ist demgemäß eher müßig, die Absenz von Songs wie "Love You To", "I Want To Tell You", "All Those Years Ago", "Piggies", "Devil’s Radio" oder "Dark Horse" zu beanstanden. Wirklich seltsam mutet indes an, dass mit "While My Guitar Gently Weeps" ein echter Signature Song fehlt - möglicherweise wurde nach dessen legendärer Performance mit dem akrobatischen Gitarren-Solo von Prince in der Hall of Fame hier auch bewusst darauf verzichtet.

Mit "If Not For You" (Bob Dylan) und "Got My Mind Set On You" (Rudy Clark) enthält das Repertoire auch zwei Fremd-Kompositionen; genau genommen sind es deren sogar drei, denn "My Sweet Lord" ist bekanntlich ein Plagiat des Chiffons-Hits "He’s So Fine". Der Großteil aber stammt aus Harrisons berühmtem Dreifach-Album "All Things Must Pass" von 1970.