Eigentlich ist das Debütalbum dieser vorwiegend holländischen Band (mit norwegischen Einsprengseln) bereits im September 2016 erschienen, wird aber nun unter Zugabe eines Songs ("Resume") in den deutschsprachigen Ländern ein zweites Mal an den Start geschickt. Und diesmal sollte es sein Ziel (besser) erreichen: nämlich volle Aufmerksamkeit.

Die verdient die Band rund um Mastermind Koen van de Wardt (der in Norwegen aufgewachsen ist) mit ihren flirrenden, breitflächigen Gitarren- und Synthiesounds auch. Es sind hypnotische Loops, die einen langsam, aber beständig ins Innere musikalischer Zyklone ziehen - und bei beharrlichen Umdrehungen schwindlig spielen (etwa bei "Island", "We Are Your Receiver" oder "Hostage", das einen folgerichtig nicht mehr freigibt).

Vergleiche mit Radiohead, Sigur Rós oder Mercury Rev sind allesamt richtungsweisend, aber doch nicht ganz treffend. Es ist ein buchstäblich eigener und eigenständiger Klangstoff, mit dem diese nordischen Holländer dealen - und einen selig high machen.