Cameron Avery, hauptberuflich Bassist der famosen australischen Indierock-Band Tame Impala, versucht sich auf seinem Solo-Debüt erfolgreich als Edel-Crooner. Mit lässiger Grandezza, verführerischer Eleganz, viel Gefühl und noch mehr Soul in der Stimme imaginiert er musikalische Ersatzwelten, die einen für ein paar Minuten die Realität vergessen lassen. In zehn wunderbar ausbalancierten Songs verdichtet er nahezu alle Ingredienzien klassischer Popmusik und outet sich als unheilbarer Romantiker.

Musikalisch orientiert sich der Multiinstrumentalist an der Ästhetik legendärer Sänger und Songwriter wie Scott Walker, Dean Martin, Gordon Lightfoot oder Chris Isaak. Seine dunkle Bariton-Stimme mit ihrem heiseren Timbre changiert zwischen Verruchtheit und Anmut, die superben Songs sind geschmackvoll instrumentiert, und die opulenten orchestralen Arrangements verleihen der Produktion eine klassische Patina. Seinem Anspruch, sich vom gängigen Indiepop abzusetzen, wird Cameron Avery mit diesem Album zweifelsohne gerecht.