Sie zählten zu den stilbildenden Wegbereitern des Shoegazing-Booms zu Beginn der 1990er Jahre. Jetzt veröffentlicht die britische Band Ride ihr erstes Album seit einundzwanzig Jahren. Mit "Weather Diaries" gelingt dem Quartett ein Comeback wie aus dem Bilderbuch. Der zwischen Dynamik und Verträumtheit oszillierende Gitarrensound ist ebenso erhalten geblieben wie die facettenreichen Dreampop-Studien britischer Prägung. Dennoch klingen die Songs zeitgenössischer als die Mehrzahl der aktuellen Pop- und Rock-Veröffentlichungen. Erol Alkan sorgt als Produzent für den guten Ton.

Nach mehrmaligem Hören ist man davon beeindruckt, wie perfekt zeitlose Melodien, schwelgerisch-wabernde Klangteppiche, infektiöse Beats und die Stimmen von Andy Bell und Mark Gardener miteinander harmonieren. Aus dem grandiosen Songangebot ragen "Charm Assault", "Lannoy Point", "All I Want" und "Home Is A Feeling" noch hervor.