"Cost Of Living" markiert den bisherigen Höhepunkt im Schaffen der Downtown Boys. Die Band aus Providence, Rhode Island, kann weder ihre lateinamerikanischen Wurzeln verleugnen (auch drei spanische Songs schmücken das Album) noch ihre Empörung über den Zustand Amerikas und der Welt. Ihr Sound speist sich aus ungestümer Kompromisslosigkeit und gewinnt seine Energie aus der Verknüpfung von politischem Aktivismus (ihr Debüt von 2015 trägt den Titel "Full Communism") und Lebensfreude.

Musikalisch überzeugt das Album als variable Punk- und Hardcore-Mischung, die mit einer Prise Ska aufgepeppt wird. Sängerin Victoria Ruiz bezieht keifend, knurrend und schreiend gegen Kapitalismus, Sexismus, Rassismus, Patriarchat und Homophobie Stellung.

Produziert von Guy Picciotto (Fugazi), wird die Botschaft bei "A Wall" am deutlichsten: Das Statement gegen den Bau einer Mauer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze könnte überzeugender nicht sein.