Bassgrooves, schwer wie Mühlsteine; ein Schlagzeug, rauschend wie ein Bacchanal, und eine Trompete am glühenden Gipfel des Sounds: Mario Rom’s Interzone ist es gelungen, mit zwei Alben eine Art klingende Corporate Identity zu erschaffen. Der dritte Streich des Trios weicht nun etwas davon ab. Zwar baut die Musik weiterhin auf griffigen, hier und da geräuschigen Grooves auf; das Prinzip Dauerekstase weicht aber einem Streben nach mehr Abwechslung. Das hat einerseits Stücke zur Folge, die das Vorandrängen mit atmosphärischenRuhe-Inseln aufbrechen - was nicht immer, aber doch oft zu gelungenen Spannungsbögen führt (vor allem bei "Pleasure As Relief" mit seinen vielen Feeling-Wechseln). Andererseits hört man hier auch Nummern mit unausgesetztem, aber spielerisch sublimiertem Puls. Stücke wie das reduziert federnde, doch zielstrebige "Air Of The Moment". Ein Album mit kleinen Schwankungen, aber mehrheitlich großen Momenten.