Die amerikanisch-neuseeländische Band Unknown Mortal Orchestra arbeitet seit ihrem ersten Album daran, ein eigenständiges musikalisches Vokabular zu entwickeln, das Relevantes aus vergangenem Popmaterial destilliert. Mit akribischer Detailfreude werden diverse Genres einer Revitalisierung unterzogen und in einen neuen Kontext gestellt. Dabei erweist sich Ruban Nielson, der 38-jährige kreative Kopf der Band, auf dem aktuellen und insgesamt vierten Album, "Sex & Food", ein weiteres Mal als Meister in der Zusammenführung von Eklektizismus und Exzentrik.

Die kaum überschaubare und mitunter anstrengend zu hörende Vielfalt an Einflüssen, Stilen und Sounds stellt eine echte Herausforderung dar. Sie lohnt sich aber allemal, wenn dabei großartige Songs wie "Hunnybee", "American Guilt" oder "Not In Love We’re Just High" entstehen. Dazu verleihen die schmissigen Arrangements den zwölf hier gebotenen Songs die nötige Bodenhaftung.