"Short and to-the-point-songs" - das ist, kurz und prägnant formuliert, das, was der 30-jährige Caleb Campbell unter dem Namen Ari Roar auf seinem Debütalbum zu bieten hat. Es dauert gerade einmal 28 Minuten, enthält aber 15 Songs, von denen lediglich fünf die Zwei-Minuten-Marke knacken. Sein halbes Leben lang schreibt der gebürtige Texaner, der zur Zeit in Seattle lebt, schon Songs über das, was ihn an der High School und danach so beschäftigt hat, und so wirkt sein spätes musikalisches Debüt wie eine Art Bilanz von 15 Jahren vertonten Lebens.

Mit sanft verträumter Stimme falsettiert sich Ari Roar durch Einsamkeits-, Außenseiter-, Psychedelika- und Glückserfahrungen. Überwiegend getragen von Gitarre, Drums und Bass, wird daraus ein unverstellter Singer-Songwriter-Pop, der stark nach den 1960er Jahren klingt und dabei nicht mehr will als das, was bereits der Titel verspricht: runterkommen, nicht aufregen, die eigenen Ängste mit Wohlklang umfangen.