In der Sparte traditioneller Gitarrensound mit zeitgenössischem Antlitz hat die in Melbourne ansässige Band Rolling Blackouts Coastal Fever mit ihrem Debütalbum "Hope Downs" im ersten Halbjahr 2018 zweifellos die Nase vorn. Im Gegensatz zu derzeit hofierten und unüberhörbar "Kunst!" schreienden dystopischen Sounddesigns von Acts wie Oneohtrix Point Never sieht dieses Quintett Pop und Rock weiterhin als Plattform für euphorisierende Alltagsfluchten.

Die positiven Schwingungen der Band sind ansteckend - beispielgebend sei hier der lässig-groovende Song "Talking Straight" angeführt. Mit Könnerschaft und Unbekümmertheit gelingt es der Band, die bekannten Ausdrucksmöglichkeiten ihres Genres einer Frischzellenkur zu unterziehen. Ihre mitreißende Mischung aus zackigen Gitarrenklängen, treibenden Beats und einnehmenden Melodien klingt dabei wie eine Schnittmenge aus Feelies, Go-Betweens, Yo La Tengo und R.E.M. Beide Daumen hoch für den Fünfer aus Down Under!