Los Angeles. In einem Prozess gegen seiner frühere Managerin hat der kanadische Sänger und Dichter Leonard Cohen erstmals als Zeuge der Anklage ausgesagt. Kelley Lynch habe ihn regelmäßig beschimpft und verbal bedroht, er habe dies auch als einen Angriff auf seinen Ruf und den seiner Familie angesehen, sagte der 77-Jährige am Montag vor einem Gericht in Los Angeles, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Lynch muss sich seit vergangener Woche vor dem Gericht verantworten, weil sie Cohen und andere per Telefon und Email unablässig belästigt haben soll.

Die inzwischen 55-Jährige hatte 17 Jahre lang für den Star gearbeitet und auch eine kurze Affäre mit ihm, wie Cohen einräumte. Im Jahr 2004 wurde sie von ihm gefeuert, als er feststellen musste, dass sie während seines jahrelangen Aufenthalts in einem Kloster rund fünf Millionen Dollar (3,8 Millionen Euro) entwendet hatte. Ein Jahr später verklagte Cohen seine Ex-Managerin vor Gericht, sie wurde zur Zahlung von 9,5 Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro) verdonnert. Um sein Konto wieder aufzubessern, kehrte Cohen 2008 nach 15-jähriger Abstinenz auf die Bühne zurück.