Pete Townshend hat vermutlich ebensoviele Gitarren gespielt wie zerstört. Am 19. Mai begeht der Vater von Tommy und Kopf von The Who seinen 65. Geburtstag. Sein Tribut an das Alter ist ein Hörgerät.

Der Satz, nachdem Townshend am meisten gefragt wird, lautet Ich hoffe, ich sterbe, ehe ich alt werde. Er stammt aus My Generation, einem der populärsten Rocksongs, die je geschrieben wurden. Oasis haben den Song brav gecovert, Limp Bizkit sind daran gescheitert, nur The Zimmers haben es geschafft, eine eigenständige Version zu entwickeln (s. unten).

"Als ich 19 war, habe ich den diskriminierendsten Song übers Älterwerden in der Rockgeschichte geschrieben", sagte Townshend. Nun ist er 65, lebt noch immer und besitzt etwa 40 Millionen Euro.

The Who: My Generation (Woodstock, 1969)

Eigentlich fühlte sich Townshend, der im Londoner Westen aufgewachsen war, zur Kunst hingezogen. Er studierte Kunst und sagte später: "Ich sah mich als Künstler, der nach The Who vielleicht einer ernsthaften Tätigkeit als Bildhauer nachgehen würde. Der Erfolg war dann schuld daran, dass ich doch nicht nach Hause gegangen bin, als ich meine erste Gitarre kaputtgehauen hatte."

Musik wurde ihm vererbt: Sein Vater war Saxofonist, seine Mutter Sängerin. In einer Schulband spielte er an der Seite seines Freundes John Entwistle Banjo. Der Grundstein für The Who war gelegt. Später kamen sie zur Band The Detours, in der ihr Schulkumpel Roger Daltrey spielte. Als 1964 der Schlagzeuger Keith Moon hinzukam, war die Band komplett und nannte sich später The Who, der Rest ist Geschichte.

Die Band The Who existiert heute noch, wenn auch nur noch Townshend und Daltrey dazugehören, die anderen Bandmitglieder leben nicht mehr. Am Schlagzeug sitzt heute der Sohn des Ex-Beatles Ringo Starr. 2006 veröffentlichte The Who nach 24 Jahren Pause das Album Endless Wire. Und Townshend arbeitet derzeit an einer neuen Rockoper: The Floss handelt vom Älterwerden.