Nickelsdorf. Im burgenländischen Nickelsdorf zog Veranstalter Ewald Tatar eine erste Bilanz über das dreitägige Nova Rock Festival. Er will das Open Air weiter als "buntes Festival" erhalten. Bereits in der heurigen, neunten Ausgabe mischten sich akustische Farbtupfer wie Bauchklang, Gentleman, Deichkind und Passenger ins ansonsten stramm rockige Programm. Auch anderswo, etwa bei "Rock im Park" und "Rock am Ring" in Deutschland sei man da nicht so genau und pingelig, meint Tatar.

"Es war ein äußerst friedliches und ruhiges Festival", resümierte Tatar am Sonntagnachmittag. Knapp 50.000 Leute zählte im Durchschnitt pro Festivaltag, "etwas weniger als im Vorjahr". Das schlechte Wetter im April habe dem Vorverkauf in gewisser Weise zugesetzt. Doch der Veranstalter zeigte sich mit den 150.000 Besuchern des Festivals durchaus zufrieden.

Im nächsten Jahr - das Nova Rock wird von 13. bis 15. Juni 2014 stattfinden - steht ein Jubiläum ins Haus, die zehnte Ausgabe von Österreichs größtem Rockfestival.

Auch bei den Einsatzkräften fiel die Bilanz im Großen und Ganzen positiv aus. Die Exekutive zeigte sich beeindruckt von der Disziplin der Besucher. Dennoch gab es ein paar Ausreißer, etwa sogenannte "Zelt-Schlitzer", die die Polizei in der Nacht auf Sonntag schnappte. Eine Polizeieinheit hatte mit einer Wärmebildkamera verdächtige Personen, die von einem Zelt zum anderen gingen, bemerkt. Fünf Personen wurden schließlich festgenommen.

Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus Österreich. Die Verdächtigen hatten laut Polizei einen großen Teil ihrer Beute - Handys, Geld, Laptops, I-Pads und Rucksäcke - noch bei sich. Sie sollen 15 Mal zugeschlagen haben.

Im Zuge der Einvernahme gaben sie auch an, bereits im Vorjahr 30 Zelte aufgeschlitzt zu haben. Den Geschädigten - einige hatten den Verlust noch nicht bemerkt - wurden die Gegenstände wieder zurückgegeben.

"Nova Rock as usual" hieß es heuer einmal mehr für die Sanitäter des Roten Kreuzes, so Pressesprecher Thomas Horvath. Bis Samstagnachmittag wurden 2.600 Behandlungen durchgeführt, rund 100 Personen mussten zur weiteren Behandlung oder Abklärung ins Spital gebracht werden, konnten jedoch wieder auf das Gelände zurückkehren. Generell hielten auch 2013 wieder die "Klassiker" die Sanitäter auf Trab: Hitzeerschöpfte und dehydrierte Besucher sowie zahlreiche Sonnenbrand-Opfer sorgten für arbeitsintensive Stunden auf den Pannonia Fields.