Vor 43 Jahren nahmen Ralf Hütter und Florian Schneider ihre Tätigkeit als Musik-Arbeiter auf. Nun werden die teutonischen Electropopper mit einem Grammy für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie befinden sich dabei in Gesellschaft der Beatles und des Zydeco-Akkordeonisten Clifton Chenier.

Neil Portnow, Leiter der Recording Academy in Los Angeles, erklärte, Kraftwerk seien "eindeutig ihrer Zeit voraus" gewesen. Die Gruppe habe mit industriellen Klängen experimentiert und daraus "minimalistisch-robotische Popmelodien" komponiert. Als das erste Album 1971 auf den Markt kam, sei die Band einzigartig gewesen. Mit ihrem Stil habe sie Künstler wie Björk, Blondie, David Bowie, Daft Punk und Depeche Mode inspiriert.

Die Beatles würdigte die Recording Academy als "eine der einflussreichsten Gruppen der Musikgeschichte". Zwei Mitglieder der legendären britischen Band, Paul McCartney und Ringo Starr, stehen noch immer als Solokünstler auf der Bühne. John Lennon wurde 1980 in New York ermordet, George Harrison starb 2001 in Los Angeles an Lungenkrebs. Wer den Preis für die Beatles entgegennimmt, ist noch unklar.

Mit einem Grammy für ihr Lebenswerk werden den Angaben zufolge auch der mexikanische Songschreiber Armando Manzanero, der Countrysänger Kris Kristofferson und die Funkband The Isley Brothers ausgezeichnet. Posthum werden außerdem der Zydeco-Musiker Clifton Chenier und die Violinistin Maud Powell geehrt.

Die 56. Grammy-Verleihung findet am 26. Januar 2014 im Staples Center in Los Angeles statt. Die Sonderpreise für das Lebenswerk werden bereits am Tag vorher vergeben.