Wien. Jan Delay hat mit seinen Disco- und Funk-Sounds für Furore gesorgt. Mit seinem neuen, am 11. April erscheinenden Album "Hammer & Michel" (Universal) wendet sich der mit Hip-Hop bekannt gewordene (Beginner) Deutsche allerdings dem Rock zu. "St. Pauli" heißt die ab 28. März zu habende Single, einen ersten Vorgeschmack bietet der Kurzschuss "Wacken". Am 2. Oktober gastiert Delay im Wiener Gasometer.

"Eine gewisse Melancholie"

Maria Taylor stellt am 4. März ihr neues Album "Something About Knowing" im Haus der Musik in Wien vor (Karteninfos: http://go.apa.at/dJSKXbYf). Die Amerikanerin im Stall von Saddle Creek, dem coolen Label rund um das Zugpferd Conor Oberst (Bright Eyes), und eine Hälfte des Duos Azure Ray wandelt gekonnt zwischen Indie-Rock, Pop, Folk und ein wenig Country. Dass die aktuelle Platte ein positives Grundgefühl verbreitet, liegt am kürzlichen Mutterglück der Sängerin und Multiinstrumentalistin. Dennoch: "Manche Songs haben, wenn sie auch nicht unbedingt negativ oder traurig sind, eine gewisse Melancholie", betonte Taylor in einem APA-Interview.

Heiß ersehnt: Diese Beschreibung trifft wohl auf das am Freitag erscheinende, zweite Studioalbum von Warpaint zu. Die aus Emily Kokal, Theresa Wayman und Jenny Lee Lindberg bestehende US-Formation hat sich seit 2008 mit ihrem ätherischen Indie-Rock in etliche Fan-und Kritikerherzen gespielt. Orientiert sich die Platte an der ersten Single "Love Is To Die", könnte das Ergebnis etwas ruhiger ausfallen als der Vorgänger "The Fool". Aber nicht nur Fans von The XX dürfte das durchaus zusagen.

Bela B solo

Bela B hat sich nach der abgelaufenen Tour mit Die Ärzte wieder auf seine Solo-Aktivitäten konzentriert. Am 4. April kommt das Album "Bye" in den Handel. Nähere Details sollen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.

Neil Taylor gilt als "Gitarrist der ganz Großen". Er war u.a. mit Tina Turner, Robbie Williams, Peter Gabriel und Rod Stewart im Studio bzw. auf Tournee. Mit seiner eigenen Allstar-Band, der auch Christoph Ullmann (Ex-Drummer von Blackfoot und Schlagzeuger von Alkbottle) angehört, tourt der Brite heuer durch Österreich (die Termine unter http://go.apa.at/SjHEgtTq). Mit seinem Solo-Album "No God Like Rock 'n' Roll" erfüllte sich Taylor einen Traum: "Nicht mehr als Begleitmusiker im Schatten, sondern vorne im Rampenlicht" möchte er nun stehen.

Nach energetischem Hardcore mit Sick Of Silence sowie hymnischem Powerpop bei Once Tasted Life gibt es vom Grazer Chris Magerl wieder ein musikalisches Lebenszeichen. Am 24. Jänner erscheint seine Soloplatte "Places", mit der er zwischen reduzierten Gitarrenstücken und hemdsärmeligen Rock changiert. Wer es durchwegs ruhig bevorzugt, kann auf iTunes unter dem Titel "Faces" alle Songs als Akustikversionen beziehen. Am Veröffentlichungstag wird Magerl sein Album im Grazer PPC vorstellen, es folgen Auftritte in Klagenfurt (25.1.), Wien (29.1) sowie Oberwart (7.2.).

Synthie-Klänge im Wiener Chelsea 

Ebenso anspruchsvolle wie reduzierte Popmusik erwartet das Publikum am 2. März im Wiener Chelsea, wo das britische Duo Cloud Boat auftreten wird. Im Vorjahr erschien mit "Books Of Hours" das Debüt von Tom Clarke und Sam Ricketts, die sich musikalisch im erweiterten Umfeld von James Blake bewegen. Schwebende Synthie-Klänge, hypnotische Beats und flächige Arrangements für Freunde gepflegter Entschleunigung.

Platz nehmen heißt es am 28. Jänner im Wiener WUK. Der norwegische Songwriter Moddi alias Pal Moddi Knutsen lädt zum Sitzkonzert und hat seinen seit 2008 stetig wachsenden Backkatalog im Gepäck. Auf bisher drei Alben und einigen EPs dreht sich Moddis Kosmos um fragile Kompositionen und folkigen Schönklang. In der Heimat hat das für den Endzwanziger bereits zu einigen Auszeichnungen und ansprechendem Charterfolg gereicht.