Das seit vier Jahren bestehende Projekt "Heimatlieder aus Deutschland" sammelt Volksmusik vor dem Hintergrund von Migration. Demgemäß bietet es ein buntes Kaleidoskop aus Fado, Musik der Gnawa und dalmatinischer Klapa oder westafrikanischer Bamileke-Stil. Die Ideengeber, Jochen Kühling und Mark Terkessidis, beauftragten die Musikerin, Künstlerin und Labelinhaberin Gudrun Gut, die Stücke des zweiten Teils mit den Schwerpunkten Berlin und Augsburg zu remixen.

Die Reise führt von der Türkei nach Kamerun, von Nordafrika über Kroatien nach Kuba oder von Portugal über Siebenbürgen nach Bulgarien, doch in den "Vogelmixen" stets so, als wäre eine Berliner Szenekneipe nicht weit. Man begegnet den Augsburgern Mesk, Njamy Sitson und dem Ensemble Orfei oder den Kroaten Klapa Berlin. Für jene, die mit eingewanderter traditioneller Volksmusik nicht vertraut sind, öffnet sich ein neues Universum jenseits von zeitgenössischer Anästhesie und Beliebigkeit. Zum Vergleich gibt es die Original-CD anbei, was das Reisen doppelt erfreulich macht.