Wer sich Planning For Burial nennt, aber eigentlich Thom Wasluck heißt und sein neues, mittlerweile drittes offizielles Album "Below The House" betitelt, von dem erwartet man nicht gerade überschäumende Partykracher. Passend zur Fastenzeit, quasi als Vorwegnahme österlicher Passionen, gräbt der Mann denn nun auch nach Leichen in metaphorischen Kellern. Der aus den Bergen Pennsylvanias stammende Musiker, der zwischenzeitlich in New Jersey residierte, ist 2014 in sein Elternhaus zurückgekehrt, wo ihm das Leben im vertrauten familiären Umfeld trostlos und monoton erschien. Diese Erfahrungen zwischen "Past Lives" und "Whiskey And Wine" bilden die Folie für die in Musik transponierte Vorstadtlangeweile, die so nostalgisch wie verloren klingt. Die neun Kompositionen des Ein-Mann-Orchesters zeichnen sich bei aller hörbaren Liebe zu Gothic, Doom und Noise durch überraschend anmutig-schlafwandlerische Melodien aus. Waslucks Traurigkeit und Enttäuschung sind solchermaßen auch ein Glück für die Hörerschaft, sofern ihr das emotionale Grau nicht allzu monochrom vorkommt.