"Violet Psalms", so haben es Frog Eyes angekündet, wird das letzte Album der Band sein. Eine Abschiedstour ist für den Sommer vorgesehen. Demgemäß klingt schon der Opener, "A Strand Of Blue Stars", ein bisschen nach Requiem. Was mit "The Bloody Hand" (2002) so fulminant wie irrsinnig begann, endet nun etwas melancholisch wie auch erleichtert. "Idea Man" oder "Itch of Summer Knees" knüpfen entfernt an Songs der Meisterwerke "The Golden River" oder "Paul’s Tomb" an - jedoch ohne die dramatische Überspitzung. Auch der Albumtitel verrät einen motivischen Zusammenhang, hieß damals doch ein Song noch "Violent Psalms".

Im Laufe der Jahre sind Frog Eyes ruhiger geworden: Dies mag auch an der Krebserkrankung von Sänger Carey Mercer gelegen sein oder daran, dass er und Melanie Campbell (Drums) Eltern geworden sind. Wenngleich das neue Album sicherlich nicht zu den besten des kanadischen Quartetts gehört, so sind auch hier Feinheiten der Kompositionskunst zu entdecken. Und mit Songs wie "Unconscious Missive" lässt sich sommerlich, wenn auch wolkenverhangen Abschied nehmen.