Sean Bowie alias Yves Tumor lässt sich nicht auf einen Stil festlegen. So ist etwa "Broke In" vom letzten Album, "Serpent Music", ein Industrial-beeinflusstes Stück Clubmusik, derweil "Limerence" von der Compilation "Mono No Aware" die Poesie der Vergänglichkeit thematisiert. Geadelt wurde diese Form exzentrischer Patchwork-Musik letzthin von Ryuichi Sakamoto, für dessen Remix-Album "async - remodels" Tumor sich des Songs "Zure" annehmen durfte.

Nun überrascht der Musiker aus Tennessee erneut, indem er mit "Save In The Hands Of Love" ein Pop-Album mit experimentellen Ornamenten vorlegt. Mit Störgeräuschen wird zur "Economy Of Freedom" eingeladen. Auch "Noid" spielt geschickt mit Hörgewohnheiten, wird doch die an der Oberfläche tänzelnde Melodie von einem bedrohlichen Bass und hysterischen Elektronikklängen unterwandert. Tumor erforscht durch Ängste hindurch die Möglichkeiten von Sicherheit. Auch wenn manchmal die Unruhe die Oberhand gewinnt ("Hope In Suffering"), keimt bei aller Düsternis doch hier und da Hoffnung auf. Doch der Feind lauert überall: "I look so different inside my own living hell."