Sechzehn Jahre ist es her, dass Brendan Perry und Lisa Gerrard ein Studioalbum aufnahmen. So ist es beinahe logisch, es "Anastasis" - Auferstehung - zu nennen. Die Toten tanzen also wieder - und überraschen gleich beim ersten Song mit der Zeile "We are the children of the sun"!

Dennoch wird es DCD auch mit dem neuen Album nicht gelingen, von ihrem Grufti-Image wegzukommen. Die Musikinstrumente und Rhythmen sind aber, wie gewohnt, erlesen: Bei "Anabasis" wird etwa ein Hang benutzt, das aus zwei Halbkugelsegmenten besteht, auf denen sich Tonfelder befinden. "Opium" wiederum basiert auf einem Moroccan Sufi-Rhythmus. Perry und Gerrard orientieren sich diesmal vor allem an türkischer Musik. "Anastasis" fügt dem DCD-Universum jenenfalls eine weitere Klangdimension hinzu. Dass dabei die Verspieltheit ein wenig auf der Strecke bleibt und getragene Töne dominieren, dürfte Fans kaum stören.

Dead Can Dance: Anastasis. (Pias / Rough Trade)