Das vorab ausgekoppelte "Roland, I Feel You" ist dem katastrophischen Blockbuster-Kino des deutschen Hollywood-Regisseurs Roland Emmerich gewidmet: "The whole world is going to hell", singt Konstantin Gropper, um die Apokalypse gleich als Hauptthema seines dritten Albums als Get Well Soon einzuführen.

Das dazugehörige Musikvideo gibt die ästhetische Leitlinie vor: Stilisierte B-Movie-Bilder erinnern an das Goldene Zeitalter des Italo-Westerns. Folgerichtig erweitert der in Mannheim ansässige Songwriter seinen opulenten Kammerpop auf "The Scarlet Beast O’Seven Heads" um das Sounddesign eines Ennio Morricone. Pauken, Cembalo, Xylofon, als Stoßseufzer in den Himmel gerichtete Gruppengesänge und natürlich auch ein klein wenig Mundharmonika gesellen sich zu den schon immer barocken Arrangements des 29-Jährigen, die auch diesmal von symphonischen Bläsern und molligen Streichern ins Feld geführt werden.

Mit Hits wird die von Gropper selbst produzierte Arbeit nicht auffällig. Man muss sich das Album als geschlossenes System vorstellen, das diverse Filmmusikgenres durchklopft und mit Audiosamples teils direkt zitiert. Neu sind die durchaus an Air auf ihrer Reise zum Mond erinnernden Sounds von "The Kids Today", während man bei "The Last Days Of Rome" an Kate Bush denken darf.

Live im Rahmen einer "FM4 Radio Session" am 26. August im RadioKulturhaus.

Get Well Soon: The Scarlet Beast O’Seven Heads. (City Slang)