• vom 10.01.2019, 08:38 Uhr

Chronik

Update: 10.01.2019, 12:38 Uhr

Winterwetter

Schneefälle bremsen Güterverkehr




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Von WZ Online, APA

  • Lieferungen können länger dauern. In Salzburg und der Steiermark herrscht weiterhin höchste Lawinengefahr.

Noch immer keine Entspannung in der Steiermark. Hier ein Bild aus Vordernberg. - © APAweb / Erwin Scheriau

Noch immer keine Entspannung in der Steiermark. Hier ein Bild aus Vordernberg. © APAweb / Erwin Scheriau

Ein Feuerwehreinsatz im Bezirk Liezen.

Ein Feuerwehreinsatz im Bezirk Liezen.© APAweb / BFV Liezen, KHD52 S5 Ein Feuerwehreinsatz im Bezirk Liezen.© APAweb / BFV Liezen, KHD52 S5

Wien/Salzburg/Graz. Der schneereiche Winter in Österreich bremst den Gütertransport. Auf Straße und Schiene dauern Lieferungen derzeit länger, sagte der Obmann der Wirtschaftskammer-Bundessparte Transport und Verkehr, Alexander Klacska, auf APA-Anfrage. Bei Schnee, Matsch und Eis verlängere sich die Lieferzeit durchschnittlich um ungefähr 30 Prozent. Auch müssen LKW-Fahrer Ketten anlegen, was ebenfalls Zeit koste.

"Auf die Versorgung hat der Schnee natürlich Auswirkungen, aber nicht so, dass es massive Probleme gebe", erklärte Klacska. Auch Güterzüge sind - unter erheblichen Mehraufwand - weiterhin unterwegs. Auf der Schiene hat der Güterverkehr allerdings gegenüber dem Personenverkehr Nachrang.

Die Auswirkungen auf die Lieferketten in der Industrie seien auch deshalb gering, so Kacska, weil die Produktion um die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel ohnehin niedriger sei als unter dem Jahr.

Lawinengefahr in Salzburg und Steiermark

Fast im ganzen Bundesland Salzburg bestand auch am Donnerstag große bis sehr große Lawinengefahr. Die höchste Warnstufe 5 gab es erneut für einen schmalen Streifen im Bereich der Nordalpen vom nördlichen Pinzgau über das Hagen- und Tennengebirge bis zum Gosaukamm, hieß es im Lawinenwarnbericht des Landes. Hier sind zahlreiche spontane Lawinenabgänge zu erwarten.

Gerade in den Bereichen mit Stufe 5 können diese Abgänge auch extrem groß ausfallen. "Durch den kalten Schnee sind größere Reichweiten möglich. Exponierte Verkehrswege und Objekte können betroffen sein", hieß es im Bericht. Unterhalb einer Seehöhe von 1.400 Metern bilde auch der Gleitschnee ein Problem. In den neuschneereichen Gebieten seien "imposante Anrisse" möglich. Auch hier könnten vereinzelt exponierte Wege und Objekte betroffen sein.

Die Lawinenexperten rieten von Aktivitäten abseits gesicherter Pisten ab. Der Schnee sei sehr anfällig und es gebe sehr viele Gefahrenstellen im Gelände. In den kommenden Tagen nimmt die Lawinengefahr langsam ab, die Lage bleibt aber weiter angespannt. Die Gefahr von spontanen Abgängen und auch die Störanfälligkeit geht allmählich zurück.

Für die nördliche Obersteiermark - vom Dachstein bis zum Hochschwab - gab der Lawinenwarndienst Donnerstagfrüh weiterhin mit Warnstufe 5 die höchste Stufe an. Die Gefahr von spontanen und massiven Lawinen war damit in den Nordalpen weiterhin "sehr groß". Die Warnungen für die anderen steirischen Gebiete blieben ebenfalls gleich.

In den nördlichen Niederen Tauern - den Schladminger Tauern - galt Warnstufe 4 ("groß"), in den südlichen Niederen Tauern mit Stufe 3 "erhebliche" Lawinengefahr. In den Seetaler Alpen, dem östlichen Randgebirge der oberen Oststeiermark und Teilen des Grazer Berglandes herrschte die Warnstufe 3, wie der Lawinenwarndienst mitteilte. Im westlichen Randgebirge zwischen Gleinalm und Koralm wurde die Gefahr auf 2 ("mäßig") auf der fünfteiligen Skala eingestuft.





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Dokument erstellt am 2019-01-10 08:40:40
Letzte Änderung am 2019-01-10 12:38:39



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