• vom 23.01.2003, 00:00 Uhr

Chronik

Update: 06.04.2005, 14:35 Uhr

Erneuerung kostet 240 Millionen Euro

Alle Alu-Leitschienen müssen entfernt werden




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  • Bis 2005 wird es dauern, bis auf österreichischen Autobahnen alle Alu-Leitschienen entfernt sind. Insgesamt 1.700 Kilometer müssen erneuert werden, das sind knapp 30 Prozent des gesamten Netzes. Die Umrüstung erfolgt, weil die scharfkantigen Leitschienen bei Unfällen immer wieder zu schweren Verletzungen führen.

Die Kosten beziffert Asfinag- Vorstandsdirektor Franz Lückler mit rund 240 Mill. Euro. Bis Ende der neunziger Jahre war die Verwendung von Alu-Leitschienen teilweise zwingend vorgeschrieben. Nach einer Serie von Unfällen, bei denen die scharfkantigen Brüche des Materials zu schweren Verletzungen führten, wurde im vergangenen Jahr mit dem Austausch begonnen.


"Um zusätzlich zur Verbesserung des Sicherheitsstandards auch Maßnahmen gegen Durchbruch im Bereich der Mittelleitschienen zu setzen, verwenden wir Systeme mit sehr hohem Aufhaltewert", so Lückler. Deshalb werden in der Mitte hauptsächlich Betonleitwände errichtet. Je nach örtlicher Gegebenheiten werden Fertigbetonteile, fix errichtete Trennwände oder Stahlleitschienen montiert. Pro Tag kann jeder Austauschtrupp bis zu 300 Meter Leitschienen austauschen. Im Bereich des Mittelstreifens wird gleich direkt auf der Autobahn betoniert, allerdings müssen einzelne Spuren gesperrt werden. Gearbeitet wird ganzjährig - soweit es die Witterung zulässt. Etwa 330 km, das sind rund 20 Prozent, wurden bereits ausgewechselt. Pro Laufmeter kostet die Mitteltrennung in Beton rund 155 Euro und die Randabsicherung etwa 135 Euro.

"Heuer werden mehr als 600 km ALU-Leitschienen durch Beton oder Stahl ersetzt", kündigte Lückler an. Auf der Tauernautobahn (A 10) werden in Kärnten über 100 km, in Salzburg rund 60 km saniert. Auf der Südautobahn (A 2) werden zwischen Guntramsdorf und Wiener Neustadt 70 km ersetzt.

Über 14.000 t alte Alu-Leitschienen bleiben nach dem Programm über. Laut Lückler wurde das Material im Rahmen einer europaweiten Internet-Auktion im vergangenen Herbst versteigert. Die Erlöse hätten die Börsennotierungen sogar um über 20 Prozent übertroffen. Den Zuschlag für das Leichtmetall erhielt die Fritz Kuttin-Gruppe in Knittelfeld.

Rund 12,5 Mio. Euro werden die Einnahmen aus dem Verkauf ausmachen. "Sie werden für die Instandhaltung und den Ausbau des österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes verwendet", kündigte Lückler an.



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Dokument erstellt am 2003-01-23 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-06 14:35:00

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