• vom 04.03.2007, 17:30 Uhr

Chronik

Update: 04.03.2007, 18:23 Uhr

Rapid-Fans warfen Bänke auf Polizei, Austria-Anhänger bengalische Feuer auf Helge Payer

Krawalle beim Wiener Derby




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Von WZ Online / Apa

  • WEGA-Beamter im Krankenhaus
  • Wien. Das Derby zwischen Austria Wien und dem SK Rapid war von Ausschreitungen der Fans beider Mannschaften und Festnahmen überschattet: Zunächst warfen Fans der Violetten in der Mitte der ersten Halbzeit bengalische Feuer auf Rapid-Tormann Helge Payer. Das Spiel wurde für mehrere Minuten unterbrochen. Dann lieferten sich Rapid-Anhänger heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zwei Beamte der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) wurden verletzt. Einer davon wurde mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem ihn grün-weiße Gewalttäter mit Fußtritten traktiert hatten.

Rapid - Anhänger liefern sich eine Schlacht mit der Polizei.

Rapid - Anhänger liefern sich eine Schlacht mit der Polizei.© Reuters / Zolles Rapid - Anhänger liefern sich eine Schlacht mit der Polizei.© Reuters / Zolles

Neu war zunächst, dass der Anhang des SK Rapid erstmals als angemeldeter Demonstrationszug zum Derby gegen die Austria ins Franz-Horr-Stadion in Favoriten gezogen war. Zunächst versammelten sich rund 1.000 Grün-Weiße am Stephansplatz in der City und schossen Böller und Raketen ab. Auch einige Flaschen wurden geworfen. Danach fuhren die Anhänger mit der U-Bahn zum Reumannplatz. Über die Laxenburger Straße marschierten sie zum Favoritner Verteilerkreis.


Auf das offizielle Demo-Motto, ein Protest gegen die Verkommerzialisierung des Fußball, deuteten keine Sprechchöre hin. Die Fans zündeten weiter mit pyrotechnischen Gegenständen, ein Pkw wurde beschädigt. Am Verteilerkreis kam es zu einem Verkehrsstau.

Der Spielbeginn verlief zunächst relativ ruhig. Mitte der ersten Halbzeit, als die Austria bereits mit zwei Toren führte, warfen Anhänger der Veilchen bengalische Feuer in den Rapid-Strafraum und trafen Goalie Helge Payer. Das Spiel wurde zunächst für einige Minuten unterbrochen.

Kurze Zeit später und unabhängig von den Vorfällen im violetten Sektor begannen im Rapid-Anhang zwei Betrunkene mit Bier um sich zu schütten. Zwei Polizisten wollten Auseinandersetzungen verhindern und stellten die beiden zur Rede. Das brachte die Grün-Weißen in Rage: Die Fans warfen Fahnen auf die Beamten. Die Wurfgegenstände wurden von der Exekutive konfisziert.

Dass die Fahnen im Besitz der Polizei waren, wollten die Gewalttäter nicht hinnehmen. Sie zerlegten die Bänke des Gästesektors und warfen die Teile auf die Beamten. Die WEGA stürmte daraufhin in den Sektor. Dabei dürfte einer der Beamten bei einer Attacke der Fans verletzt worden sein, es soll auch weitere Blessuren gegeben haben. Die Lage beruhigte sich zunächst wieder.

Auf Videobildern identifizierte die Exekutive einige der Hooligans. Nach der Pause kam es zu weiteren Ausschreitungen der Rapid-Fans, die wieder mit abmontierten Bänken die Einsatzkräfte bewarfen. Insgesamt gab es rund zehn vorläufige Festnahmen.

"Entsetzt" zeigte sich Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka (V) über die Ausschreitungen. "Gegen solche Rowdies muss man streng vorgehen, will man das positive Bild des österreichischen Fußballs nicht gefährden. Hier muss ein Exempel statuiert werden", forderte der Politiker.

+++ Rekordvorsprung für Salzburg



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Dokument erstellt am 2007-03-04 17:30:32
Letzte Änderung am 2007-03-04 18:23:00

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