• vom 02.03.2000, 00:00 Uhr

Chronik

Update: 06.04.2005, 15:50 Uhr

Häupl und Pröll kritisieren "Theater" der ÖBB

Freude über Weiterbau der S 7




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Die Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich, Michael Häupl (S) und Erwin Pröll (V), zeigten sich Mittwoch erfreut über den Beschluss der ÖBB, die Flughafenschnellbahn S 7 doch weiter zu
  • bauen. Außerdem bekräftigten sie bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Wiener Rathaus, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Ostregion weiter gemeinsam vorangetrieben werde. Kritik an
  • der Vorgangsweise der ÖBB übten die beiden Politiker trotzdem.

"Ich frage mich, wieso es immer wieder eines Theaters bedarf, bis etwas selbstverständliches gemacht wird", meinte etwa Häupl in Anspielung auf die ÖBB-Ankündigung von vergangener Woche, den Bau


der S 7 auf Wiener Gebiet vorerst einzustellen. Pröll betonte, dass sich auch in dieser Angelegenheit der "enge Schulterschluss" zwischen Wien und Niederösterreich wieder gelohnt habe.

"Es ist ja für eine Großstadt mitten in Europa nicht erträglich, dass der Flughafen nicht an das nahe liegende Ballungszentrum angebunden ist. Das gibt es sonst nirgends mehr. Wenn die ÖBB also herum

taktiert, müssen wir sagen, hier ist ein Punkt erreicht, wo es nicht mehr weiter geht", erklärte Pröll. Wenn nun der Zeitplan eingehalten werde, sei es im Sommer 2003 möglich, von Wien-Mitte im 15-

Minuten-Takt zum Flughafen zu fahren. Über die Unklarheiten im Verkehrsdienstevertrag, die für den · kurzfristigen · Baustopp ausschlaggebend waren, könne man jederzeit noch reden, meinte Häupl.

Einen Erfolg vermeldete auch VP-Gemeinderätin Patrizia Fürnkranz-Markus: Die S 7-Haltestelle Zentralfriedhof, die eigentlich aufgelassen werden sollte, bleibe nun doch "fix erhalten", erklärte sie.

Durch einen Umbau rücke sie sogar noch näher zum Tor 11 des Friedhofs.

Der öffentliche Verkehr müsse aber auch in anderen Bereichen gefördert werden, waren sich Pröll und Häupl einig. "Für uns ist es wichtig, dass die Südbahn weiter ausgebaut wird, egal ob oben drüber

oder unten durch", meinte Häupl in Anspielung auf den Semmeringbasistunnel. Aber auch auf der Bahnachse Ost-West dürften Wien und Niederösterreich nicht vergessen werden.

"Auf der Südbahn haben wir vom Schienennetz her schon jetzt die Voraussetzungen geschaffen, dass man in den Spitzenzeiten in der Früh in Mödling alle sechs Minuten in einen Zug Richtung Wien

einsteigen kann", sagte Pröll. Der nächste Schritt sei die Beschleunigung der Badener Bahn, die bis zum Sommer alle 7,5 Minuten nach Wien fahren soll.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2000-03-02 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-06 15:50:00

Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. 100-Prozent-Zuschlag ab elfter Stunde
  2. Künftig keine privaten Securities mehr
  3. "Die Würfel sind gefallen"
  4. Liste Pilz heißt nun"Jetzt"
  5. Hurra, wir leben noch
Meistkommentiert
  1. Namenspflicht gegen Hass im Netz
  2. "Die Zeichen stehen auf Sturm"
  3. Verdacht auf Spionage
  4. "Großteil der Fälle ist Verhetzung"
  5. Regierung will "digitales Vermummungsverbot"

Werbung




Werbung